Herausforderung

sicherer und schnellerer Rettungsabläufe

1. Kommunikation unter Stress in Notfallsituationen / Notfalllagen

Mitarbeiter und Rettungskräfte sind in Notfallsituationen besonderer psychologischer
Belastung ausgesetzt. Erarbeitet werden Hilfestellungen und Handlungsempfehlungen, die in Pilotlehrgängen erprobt werden.


2. Persönlichkeitsentwicklungsprozess / Selbsteinschätzung der persönlichen Leistungsfähigkeit der an der Rettung beteiligten Personen

 Erarbeitet werden Instrumente zur richtigen Selbsteinschätzung in Notfallsituationen und Notfalllagen, damit sich Rettungskräfte und beteiligte Mitarbeiter sicher sind, welche Leistungen sie sich zutrauen und tatsächlich erbringen können, um gezielte Hilfestellungen und Rettungsmaßnahmen durchzuführen. Wichtig ist, dass durch eine realistische Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit keine Personen in der Rettungskette gefährdet werden und die richtigen Entscheidungen zur Anforderung von entsprechender Unterstützung weiterer Rettungskräfte getroffen werden. Hierzu werden neben den Projektmitwirkenden auch Experten eingebunden.


3. Prävention und Nachsorge bei Traumatisierung der an der Rettung beteiligten Personen

Wissenschaftlich zu erforschen ist das Zusammenwirken von Rettungskräften und den sich in Notfallsituationen betroffenen Personen bezogen auf sowohl psychologische als auch medizinische Unterstützung (telemedizinische Betreuung). Zu entwickeln sind Präventationsmaßnahmen, die Mitarbeiter und Rettungskräfte bereits im Vorfeld auf das Umgehen mit Notfallsituationen vorbereiten. Dies wird in Pilotlehrgängen erprobt. Eingebunden werden Experten sowie Notärzte und Rettungskräfte aus den Organisationen der mitwirkenden Stakeholder.


4. Unklares bzw. fehlendes Schnittstellenmanagement zwischen unterschiedlichen Beteiligten im Prozess des Rettungsablaufes / Rettungskette in Bezug auf die Notfallkommunikation in deutscher und englischer Sprache (Rettungsleitstellen, Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei, Notärzte, operative Mitarbeiter, unbeteiligte Dritte)


Erarbeitung einheitlicher Sprachregelungen für alle an der Rettungskette beteiligten Personen in deutscher und englischer Sprache

  • im Rahmen technischer Rettungsabläufe
  • im Rahmen medizinischer Rettungsabläufe
  • begleitende Prozessbeschreibungen, Signale, Zeichen und Kennzeichen

Eingebunden werden Experten aus Unternehmen, Rettungsleitstellen, Rettungskräfte und Notärzte sowie an der Rettungskette beteiligte Organisationen im Onshore- und im maritimen Bereich.


5. Fehlen eines einheitlichen Zonencodierungssystems On- und Offshore Wind

Erarbeit werden einheitliche Bezeichnungen in deutscher und englischer Sprache für die jeweiligen Zonen innerhalb und außerhalb der Windenergieanlagen sowohl Onshore als auch Offshore. Mit Hilfe des zu entwickelnden Zonencodierungssystems kann dann im Hinblick auf den Ort zwischen in der Notfallsituation befindlichen Mitarbeitern und Rettungskräften sowie weiteren an der Rettungskette Beteiligten eindeutig kommuniziert werden.


6. Fehlende Taschenkarten als angepasste Handlungsanleitungen für die aktiven
    Kräfte während der Sicherheits-, Rettungs- und Notfallmaßnahmen

Die zu entwickelnden Taschenkarten, sowohl für Mitarbeitern als auch für Rettungskräfte, sollen alle wesentlichen Informationen in kurzer, übersichtlicher und graphisch unterstützer Form enthalten, um zügig und sicher die Rettungsmassnahmen innerhalb des Rettungsablaufes einzuleiten und abzuarbeiten.


7. Kommunikationshemmnisse zwischen Funksystemen / Funkdisziplin
Zur Überwindung der technischen Hemmnisse sowie Vorgaben zur Funkdisziplin werden gemeinsam mit Vertretern der Helikopterunternehmen, Rettungsleitstellen und der maritimen Branche Handlungsempfehlungen erarbeitet.


8. Individuelle / uneinheitliche Schutz- und Sicherheitskonzepte der Betreiber

Da alle Betreiber auf individuelle Schutz- und Sicherheitskonzepte zurückgreifen und diese nicht an dritte Personen weitergeben, kann im Rahmen dieses Projektes maximal ein einheitliches Schutz- und Sicherheitskonzept in Bezug auf dien Rettungsprozesse vorgeschlagen werden.